Eine kleine
Zeitgeschichte des Gasthauses Diegruber (...)
1896 wurde das jetzige Gasthaus
Diegruber als Verwaltungsgebäude der bayerischen Staatseisenbahn gebaut,die
damals für die Hauptstrecke München - Wien und dabei Simbach/Inn als
Grenzbahnhof einplante.Die Stadt zählte 2823 Einwohner.Das Gebäude wurde 12
Jahre für den Bahnbetrieb genutzt,als es schließlich 1908 an die Familie
Voringer verkauft wurde,die aus dem Bauwerk schliesslich eine noch heute
bestehende Gaststätte errichteten.Jene Eigentümer bauten im linken unteren
Gebäudeteil eine reine Pferdemetzgerei.Im hinteren Teil des Anwesens (ist
heute ein Wohnhaus)wurden die Pferde gehalten und auch geschlachtet.Nach
einigen Jahren erstand die Familie Sterner das Anwesen und führte die
Gastsätte weiter.Nach Ende des zweiten Weltkrieges besetzten 1945 die
Amerikaner für ein Jahr das Gebäude,um darin ihre Soldaten
unterzubringen.Jahre später ging das Wirtshaus an die Tochter Katharina
Steinbauer über,die es dann 1960 aus Altersgründen an Franz Diegruber
verkaufte.Da das Wirtshaus in einem sehr alten Zustand war,musste es Franz
Diegruber gleich nach der Übernahame renovieren.Erneuert wurden Fenster,WC und
Bodenbeläge.1963 wurde eine Sommerhalle (Salettl) aus Holz gegenüber dem
Gaststätteneingang erbaut.Dazwischen befindet sich der Biergarten mit
Kastanienbäumen,die im Sommer angenehmen Schatten spenden.Der Garten wurde
1987 beim bayerischen Biergartenwettbewerb mit dem 3.Platz ausgezeichnet.Die
Kühlung für die Getränke war der Eiskeller,der im Winter mit Natureis aus
dem nahegelegenen Inn aufgefüllt wurde.Nach über 30 Jahren Wirtshaustätigkeit
übergab Franz Diegruber im Juli 1996 die Gaststätte an seinen Sohn Wolfgang
Diegruber.
Bis
heute wurde die Tradition des Maibaumaufstellens aufrecht erhalten
(Foto unten).
Die Gaststätte ist seit Jahrzehnten Treffpunkt
vieler Vereine wie der "Inntaler Trachtenverein
(hier
ist übrigens Wolfgang Diegruber 1.Vorstand)Angelsportverein,Arbeiterwohlfahrt...usw.
Das Gebäude wurde aber leider auch nicht vom Hochwasser verschont.Die
Wassermassen kamen entweder direkt vom Inn oder eben vom hochgelegenen Bach (Simbach).Trotz alledem überstand das Gebäude
den 2.Weltkrieg und Naturkatastrophen ohne wesentlichen Schaden genommen zu
haben.Hoffentlich bleibt das auch noch viele weitere Jahre so,um die
Menschen zu erfreuen,die es sich in der Gaststätte oder im kühlen Biergarten
gemütlich machen wollen und auch sollen...